Leinenführigkeit – Trainingstipp 1

Da wir während der Spaziergänge mit unserem Hund nicht ständig Zeit oder vielleicht auch Lust haben, die Leinenführigkeit konsequent zu trainieren, ist es nicht leicht, sie sauber aufzubauen. Reagieren wir einmal auf den Zug des Hundes an der Leine und einmal lassen wir uns mitziehen, ist das für den Hund wie Lotto spielen. Er lernt, dass er nur lange genug ziehen muss, um schließlich doch ans Ziel zu kommen.

Daher ist es sinnvoll, dem Hund ein Signal beizubringen, welches bedeutet „Nun musst Du an lockerer Leine laufen“, und ein anderes Signal, das dem Hund erlaubt, „zu ziehen“.

Z. B.:

„Lockere Leine Modus“: Trainingsleine am Halsband oder Geschirr

„Ich-darf-ziehen Modus: Längere Leine am Halsband oder Geschirr (Eine Schleppleine bitte nur am Geschirr befestigen und nicht am Halsband)

Durch diese klare Trennung wird Ihr Hund viel schneller und leichter lernen, an lockerer Leine zu laufen.

Die Gassirunden absolvieren Sie überwiegend am Geschirr und der langen Leine. Hieran darf der Hund seinen Bedürfnissen nachgehen.  Auch bleiben Sie  hin und wieder mal stehen, um den Hund seine Umwelt erkunden zu lassen. Immer mal wieder, jedoch anfangs für maximal fünf Minuten, legen Sie dem Hund die kurze Leine ans Halsband und üben konsequent die Leinenführigkeit. Während dieser Phase darf der Hund weder schnüffeln noch stehen

Laufen an lockerer Leine…

Die Leinenführigkeit gehört zu den Basissignalen der Hundeerziehung, ist für einen entspannten Alltag mit Hund unverzichtbar, und liegt mir sehr am Herzen.

Das Trainingsziel der Leinenführigkeit ist, dass der Hund an lockerer Leine läuft, und selbständig darauf achtet, dass die Leine maximal soweit spannt, wie der Hundehalter sie noch mit zwei Fingern halten kann. Der Hund achtet auf den Hundehalter und orientiert sich an dessen Laufrichtung. Egal in welche Richtung der Hundehalter geht und in welcher Art und Intensität irgendwelche Ablenkungen auftauchen.

Da umlernen grundsätzlich schwerer ist, als neu lernen, sollte bereits im Welpen- und Junghundealter großer Wert auf die Leinenführigkeit gelegt werden.

Leider ist aber genau das oft nicht der Fall. Bereits viele Welpen machen die Lernerfahrung, dass sie an der Leine die Richtung bestimmen, und mit Ziehen ans Ziel kommen. Die Hundehalter denken oft: „Der Hund möchte doch so gerne da oder dort hin; er möchte den anderen Hund doch nur kurz begrüßen; er möchte doch nur schnell mal ein bißchen schnüffeln; er hat halt etwas interessantes entdeckt…..“ Das mag alles stimmen und der Hund soll diese Dinge auch dürfen. Doch sie sollten die Belohnung dafür sein, dass der Hund nicht ziehend in der Leine hängt, sondern an lockerer Leine läuft. Die geeignete gedankliche Einstellung für den Hundehalter ist: „Ich entscheide, wie schnell und in welche Richtung wir gehen.“

Macht der Hund immer wieder die Erfahrung, dass er beim Spaziergang an der Leine den Weg und die Geschwindigkeit bestimmt, wird es für den Hundehalter früher oder später unangenehm und anstrengend. Ich habe schon viele Hundehalter kennengelernt, die in diesem Stadium dachten, dass sich das Problem schon irgendwann von alleine wieder erledigen wird. Das ist nicht so!!! Hunde lernen durch Verknüpfung und wenn ein Hund immer wieder das „an der Leine ziehen“ mit Erfolg verknüft, wird er niemals von jetzt auf gleich plötzlich von sich aus auf die Idee kommen, dass es schöner wäre, an lockerer Leine zu laufen. Viele Hund ziehen so arg an der Leine, dass ihnen oftmals im wahrsten Sinne des Wortes fast die Luft wegbleibt, sie husten und würgen müssen. Das ist ihnen egal, hauptsache sie kommen ans Ziel. So ist es auch im Hinblick auf die Gesundheit des Hundes unsere Pflicht als Hundehalter, dem Hund Leinenführigkeit beizubringen. Mal ganz abgesehen von den gesundheitlichen Gefahren für den Menschen, der sich bei einem plötzlichen Leinenruck vielleicht nicht mehr auf den Beinen halten kann.

Manche Hundehalter haben für dieses Problem die ultimative Lösung gefunden: Der Hund läuft ohne Leine! Besonders sinnvoll bei Hunden, bei denen der Rückruf nur funktioniert, wenn der Hund Lust dazu hat. Wenn ich an den älteren Herren mit der freundlichen Labradordame („die will nur spielen“) denke, den wir beim Alltagstraining im Wald getroffen haben, und der weder eine Leine dabei hatte, noch seinen Hund abrufen konnte und dazu auch noch keinerlei Verständnis dafür hatte, dass ich ihn darum gebeten hatte, seinen Hund festzuhalten („ist doch ein freier Waldweg hier“), während ihm vier Hunde an der Leine entgegenkommen, muss ich immer noch mit dem Kopf schütteln. Es gehört zum verantwortungsbewußten, vorrausschauenden Verhalten eines Hundehalters und respektvollem Umgang miteinander selbstverständlich dazu, den eigenen unangeleinten Hund „unaufgefordert“ zu sich zu rufen, und an die Leine zu nehmen, wenn man einem angeleinten Hund begegnet. Wenn ein Hund an der Leine ist, hat das IMMER einen Grund.

Aber auch für Hunde, die problemlos abrufbar sind, ist es keine Lösung. Alle mir bekannten Hundehalter, die das Training der Leinenführigkeit schleifen gelassen oder sogar damit aufgehört haben, als der Hund immer mehr Freilauf geniessen durfte, sind diesbezüglich wieder am Anfang angelangt. Sie hatten sogar noch mehr Schwierigkeiten als vorher, wenn der Hund dann mal an der Leine laufen musste.

Es gibt immer Situationen, in denen der Hund an der Leine laufen musss, z. B.:

  • Begegnung mit anderen Hunden an der Leine
  • In der Stadt
  • An der Straße
  • Begegnung mit Fußgängern, Radfahrern, Joggern…
  • verletzungs- oder krankheitsbedingt

Außerdem sollte man nie vergessen, dass sich die eigene Lebenssituation von heute auf morgen ändern kann. Wenn sich plötzlich eine andere Person um den Hund kümmern, der Hundehalter vom Land in die Stadt ziehen, oder gar den Hund abgeben muss, wird es sowohl für Hund und Mensch schwierig, wenn erst zu diesem Zeitpunkt mit dem Training der Leinenführigkeit begonnen wird.

Während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli sind Hunde in Niedersachsen im Wald und in der freien Landschaft an der Leine zu führen. Wäre doch schade, wenn der tägliche Spaziergang in jedem Jahr für mindestens dreineinhalb Monate zum Spießrutenlauf wird.

Gerne unterstütze und begleite ich Sie und ihren Hund beim Training der Leinenführigkeit

Selbstverständlich ist dies auch im Einzeltraining möglich.

 

 

Thalis – Gedanken zum Jahreswechsel

Hallo Ihr Lieben,

ich bin es mal wieder, der Thalis.

Viel zu lange habe ich nichts mehr geschrieben, aber manchmal geht es halt nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Nun geht das Jahr 2015 zuende und wir beschäftigen uns mit Gedanken an das alte und Wünschen an das neue Jahr.

Das Jahr 2015 war leider nicht so, wie Petra und ich es uns gewünscht hatten.

Es ging ganz gut los. Das Trainingsgelände war sicher und es kamen immer mehr Hundehalter, die mit ihren Hunden bei Petra trainieren wollten.

Dann machte Petras Rücken nicht mehr mit. Schmerzen hatte sie schon lange mal hin und wieder. Doch plötzlich waren es nicht nur noch etwas Rückenschmerzen, sondern durch den Po ins Bein schossen immer wieder starke Schmerzen. Ach, hat Petra gedacht, das wird schon wieder. Was macht eine selbständige Hundetrainerin? Weitermachen und den Schmerz ignorieren. Aber lange ging das leider nicht gut. Die Schmerzen wurden immer stärker und Ende September ging gar nichts mehr. Kein Stehen, kein Liegen, kein Sitzen und schon gar kein Autofahren. Gsd hat Petra eine liebe Mama, die zurstelle war, und sich in dieser Zeit um mich kümmern konnte. Petra hatte mehrere Arzttermine und hat letzendlich über einige Wochen Spritzen bekommen, die die Nervenschmerzen im Bein vorerst betäubt, und die Schmerzen gelindert haben. So konnte Petra langsam wieder ihren Job machen und sich physiotherapeutisch begleiten lassen. Im Moment geht es ihr so lala. Wir wissen beide, dass es keine endgültige Lösung war, aber zurzeit muss es halt nur manchmal eine Schmerztablette sein, und ansonsten klappt es ganz gut.

Ja, und ich bin leider auch sehr krank. Vor einigen Wochen haben liebe Menschen beim Streicheln festgestellt, dass ich am Hinterkopf eine Beule habe. Petra ist mit mir natürlich sofort zur Tierärztin gefahren. Die war auch ganz geschockt und hat uns zum CT überwiesen. Dort wurde leider festgestellt, dass ich einen bösartigen Tumor am Kopf habe, der aufgrund seiner Lage (nahe an Muskeln und Nerven) und der Tatsache, dass er 2-3 cm mit Muskelgewebe verwachsen ist, nicht operiert werden kann. Mir macht es eigentlich nichts aus, weil ich ja gar nicht weiß, was mit mir los ist. Aber Petra war total fertig. Grade war sie selber gesundheitlich auf einem guten Weg und hätte all ihre Kräfte für sich gebraucht. Und nun eine solche Diagnose. Natürlich hatte sie sehr große Angst um mich. Wie entwickelt sich der Krebs in meinem Körper? Bekomme ich bald Schmerzen? Leidet meine Lebensqualität? Sie hat geweint, sehr viel geweint. Und dann eine Entscheidung getroffen. Nein, eine Chemotherapie kommt nicht infrage, hat sie entschieden. Aber einfach abwarten wollte sie auch nicht. Homöopathisch begleiten, dafür hat sie sich entschieden. Ihre Tierärztin konnte ihr eine gute Adresse geben. Nun bekomme ich morgens und abends ein entsprechendes Mittel verabreicht. Meine Beule ist tatsächlich kleiner geworden, aber ich habe an anderen Stellen meines Körpers auch diverse Beulen. Also wissen wir nicht, möchten wir auch nicht wissen, ob es sich auch um bösartige Tumore handelt. Ich bin älter geworden, gestern habe ich meinen 10. Geburtstag gefeiert. Oft möchte ich nachts nach draußen und im Garten weiterschlafen. Vor einigen Tagen bin ich, nachdem ich eine Böschung runtergelaufen war, um zu trinken, nicht mehr hochgekommen. Meine Hinterhand hat nicht mehr mitgemacht und es hat mir wehgetan. Gsd haben Petra und Achim (Petras LG) mich stützen und mir hochhelfen können. Nun bekomme ich wieder mal Schmerztabletten. Macht mir ehrlich gesagt nichts aus. Hauptsache ich bin schmerzfrei, kann den ganzen Tag (und auch nachts) in den Garten gehen, wenn ich will, bekomme regelmäßig leckeres Futter, gehe meine Runden (mit Ruhepausen, wenn ich mir mal wieder zuviel zutraue) und bin immer dabei.

Was Petra in diesem Jahr auch sehr zugesetzt hat, ist, dass sie ihr Trainingsgelände verloren hat. Schon lange ist sie auf der Suche nach einem neuen Hundeplatz. Viele Anfragen hat sie gestellt, manchmal bekam sie noch nicht einmal eine Antwort. Doch nun sieht es ganz gut aus. Eine Möglichkeit hat sich aufgetan. Doch es steht noch die Zusage vom Bauamt Nienburg aus. Solange heißt es noch warten, hoffen und Daumen drücken.

Soweit zum Jahr 2015.

Nun möchte ich mich mit den Wünschen für 2016 beschäftigen:

Ich wünsche Petra von Herzen ein neues Trainingsgelände und dadurch die Möglichkeit, weiterhin als Hundetrainerin zu arbeiten, und daran zu wachsen.

Ich wünsche mir für mich, dass ich auf jeden Fall noch elf Jahre alt werde.

Ich wünsche Petra, dass sie ohne OP schmerzfrei wird, und ihren Bandscheibenvorfall hinter sich lassen kann.

Ich wünsche mir, dass die Menschen ihrem Herzen folgen.

Ich wünsche mir, dass wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können.

Ich wünsche Euch und all Euren Lieben einen guten Rutsch in ein glückliches und gesundes neues Jahr!!!

 

Herzliche Grüße

Eurer Thalis

 

 

 

 

Thalis – Gedanken eines Trainerhundes

Hallo Ihr Lieben,

ich bin es mal wieder, der Thalis.

Ja, ich weiß, ich habe mich ziemlich rar gemacht, und leider nicht, wie versprochen, regelmäßig berichtet.

Sorry, aber ich hatte Ende Februar einen, wie Petra immer sagt „Unfall“. Näheres dazu möchte ich für mich behalten, doch die Aktion hat mich gesundheitlich ziemlich zurückgeworfen, und erst jetzt ist es soweit, dass ich körperlich fast wieder der „Alte“ bin. Ich leide schon seit ein paar Jahren unter Arthrose und hatte meinen Gelenken zuviel zugemutet. Leider haben sich meine Probleme etwas verschlechtert und ich kann nicht mehr, wie ich es immer gerne gemacht habe, zum Kuscheln aufs Sofa springen, oder nachts mal aufs Bett hüpfen.

Alt werden ist echt nichts für Feiglinge.

Und dann auch noch diese hohen Temperaturen zurzeit, die machen mich fertig.

Nichts desto trotz möchte ich, wenn auch nachträglich, meinem Frauchen zum ersten Geburtstag ihrer Hundeschule herzlich gratulieren. Am 1. Juni war es soweit.

Petra hat die ersten zwölf Monate ihrer Selbständigkeit wirklich toll gemeistert. Es melden sich immer mehr interessierte Hundehalter bei ihr und neben Welpen- und Junghundekursen findet auch der Rally Obedience Kurs weitere Anhänger. Desweiteren hat Petra regelmäßig Mensch-Hunde-Teams im Einzeltraining, die mit ihr gemeinsam an kleinen und größeren Problemen im Alltag arbeiten. Auch die Spielstunden, unterteilt in kleine, mittelgroße und große Hunde sind gut besucht. Inzwischen kommen die Anfragen auch schon aufgrund von Empfehlungen von Hundehaltern, die Training bei Petra gemacht haben. Ich freue mich total für sie, schließlich ist der Schritt in die Selbständigkeit nicht so einfach.

Was mir natürlich am Besten gefällt, ist, dass wir viel mehr Zeit miteinander verbringen.

Wir sind noch enger zusammen gewachsen und ich bin total stolz auf mein Frauchen.

Ich drücke meine vier Pfoten ganz doll, damit die Hundeschule von Petra auch im zweiten, dritten, vierten..Jahr immer bekannter wird, und viele Mensch-Hunde-Teams den Weg zu ihr finden, um mit Spaß Trainingserfolge zu erreichen sowie die Beziehung zwischen Mensch und Hund zu fördern und zu vertiefen.

 

Herzliche Grüße

Euer Thalis

 

 

 

 

 

Thalis – Gedanken eines Trainerhundes

Hallo Ihr Lieben,

ich bin es, der Thalis.

Ich möchte Euch erzählen, was uns gestern auf unserem Spaziergang passiert ist.

Als der Regen hier endlich mal Pause hatte, haben Petra und ich uns auf den Weg zum Oyler Berg gemacht und sind im Wald gelaufen.

Hinter uns tauchte plötzlich ein Hund auf, ich glaube es war ein Irish Setter. Er hat hier und da geschnüffelt, uns gesehen, ist aber, nachdem ein Pfiff ertönte, zurückgelaufen, und aus unserem Blickfeld verschwunden.

Trotzdem bin ich stehengeblieben und wollte schauen, ob da wohl noch was passiert.

Da war er wieder, der Hund. Nein, bei genauer Betrachtung war es ein anderer Hund, der genauso aussah, wie der erste, den wir gesehen hatten.

Auch er schnüffelte rechts und links, der Pfiff ertönte, aber das scherte ihn wenig. Er hatte uns entdeckt und kam neugierig näher. Ich habe ihn begrüßt und fand ihn ganz nett. Wieder ertönte ein Pfiff. Der Hund schaute nach hinten, machte aber keine Anstalten, zurückzulaufen.

Dann kamen auch endlich die dazugehörenden Menschen um die Ecke, die den ersten Hund dabei hatten. Einer der beiden Menschen war sehr aufgebracht, pfiff und rief „Hierher“ im Wechsel. Den Hund, der sich mit mir beschäftigte, interessierte das wenig bis gar nicht.

So kamen die Menschen näher und der eine von beiden versuchte weiterhin, seinen Hund zurückzurufen.

Erst als wir nur noch ein paar Meter voneinander entfernt waren und der eine Mensch immer aufgebrachter den Gehorsam seines Hundes abforderte, drehte dieser ab, und lief zu seinem Halter.

Als der Hund bei seinem Halter angekommen war, wurde er zuerst am Halsband runtergedrückt, und bekam dann noch einen leichten Schlag von oben auf seinen Kopf.

Petra, die sich normalerweise mit Kommentaren zurückhält, konnte sich nicht verkneifen, dem Menschen zu sagen, dass dies falsch ist.

Der Mensch erwiderte „Der weiß schon, was er falsch gemacht hat.“

Petra sagte ihm noch, dass der Hund es nicht weiß, und ist dann mit mir weitergelaufen.

Vielleicht wäre es noch wichtig gewesen, den Menschen darüber zu informieren, dass er seinem Hund so nichts weiter beibringt, als dass es für ihn negative Folgen hat, zurückzukommen.

Aber Petra hatte den Eindruck, dass es diesen Menschen nicht besonders interessieren würde, und er ja auch nicht nach ihrer Meinung als Hundetrainerin gefragt hat.

So haben wir unseren Spaziergang fortgesetzt.

Leider sind wir dann noch in den Beginn eines Unwetters geraten und bei Gewitter gehen bei Petra die Lichter aus. Sie hatte so arg Angst, dass ich jeden Schnüffelversuch an interessanten Ecken ihr zuliebe links liegen gelassen habe, und im Laufschritt hinter ihr her bin.

Kurz bevor wir am Auto angekommen waren, welches blöderweise am Waldrand geparkt war, gab es einige Male heftigen Donner mit Blitz dazu.

Petra war fix und fertig und kurzzeitig hatte ich leider kein souveränes, sondern panisches Frauchen an der Leine.

Schnell hat sie mich auf meinen Platz im Kofferraum verfrachtet und ist selber über die Rückbank auf den Vordersitz geklettert.

Im sicheren Auto war gsd alles wieder gut.

Langsam funktionierte Petra wieder und wir konnten nachhause fahren.

So konnten die Gedanken wieder zu unserem Erlebnis mit den Menschen und ihren Hunden wandern.

Nichts gegen freilaufende Hunde, ich habe da kein Problem.

Aber bitte immer daran denken, auch der Rückruf muss gelernt sein.

Erst zuhause üben, dann mit immer größeren Ablenkungen.

Bitte nicht einfach Leine los und Hund laufen lassen.

Und schon gar nicht, nicht trainieren, und dann den Hund abstrafen, wenn es nicht klappt.

Das musste ich heute loswerden und ich glaube, dass Petra mir nicht übel nimmt, dass ich sie als Gewitter-Feigling enttarnt habe.

Ich wünsche Euch allen noch einen schönen 4. Adent.

Liebe Grüße

Euer Thalis